Hauptschullehrer

Bevor es wieder losgeht noch mal lachen.

Bayern benennt um

Ganz Bayern hat Ferien, doch die Schulhausmeister haben zu tun: An rund 550 der knapp tausend Hauptschulen müssen neue Türschilder angebracht werden. Sie heißen ab September nämlich Mittelschulen. Dort sollen Schüler künftig auch den mittleren Schulabschluss ablegen können*. Den Realschulabschluss gibt es aber weiterhin, genauso wie die Realschulen. Wozu also der Aufwand?

Tschüss, Hauptschule

Aus dem Artikel der Frankfurter Rundschau

http://www.fr-online.de/wissenschaft/tschuess--hauptschule/-/1472788/4566434/-/index.html

Abgeschafft

Nach der Abschaffung der Hauptschule in Berlin gibt es diese nur noch in fünf Bundesländern: In Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. In Nordrhein-Westfalen könnte ihr Ende mit der rot-grünen Koalition ebenfalls bevorstehen.
Bayern und Baden-Württemberg haben ihr einen neuen Titel verpasst: In Bayern heißt sie jetzt Mittelschule, in Baden-Württemberg Werkrealschule.

Theorie und Praxis

Nachdem das Wetter so zum Arbeiten verführt, mache ich mir wieder mal Gedanken über die Schule und vor allem über den Unterricht im nächsten Schuljahr. Da ich ja doch viel im Internet unterwegs bin und in den Blogs vieler Kollegen stöbere, konnte ich ganz viele Informationen über Didaktik, Methoden und Programme finden, die ich aufmerksam studiert habe und, soweit es mir sinnvoll erschien, auch verinnerlicht habe. Es gibt ganz tolle Ansätze, sehr bemerkenswerte Theorien und interessante Möglichkeiten. Und schon gehen mir tausend Fragen durch den Kopf. Was setze ich wo ein? Wie viel wovon macht Sinn? Wo liegt der Mehrwert für die Schüler? Was können die Schüler für ihr Leben brauchen? Setze ich das Internet nur ein, weil ich gern damit arbeite? Haben die Schüler nicht schon genug davon, daheim Internet und jetzt auch noch in der Schule? Was hat das gebracht? Wäre der Erfolg mit konventionellen Methoden nicht genauso, vielleicht sogar besser gewesen? Wie setze ich die Möglichkeiten, die mir das Internet bietet sinnvoll ein? Was machen andere Kollegen?
Warum nutzen wir Lehrer die Möglichkeiten des Internet nicht für mehr Austausch und Information zur Unterrichtspraxis? Theorie ist interessant und wichtig, hat aber wenig Bedeutung, wenn sie nicht in die Praxis umgesetzt wird. Ich wünsche mir ein Forum, ein Blog, ein Wiki für den Austausch von praktischen Erfahrungen und Ideen. Einen sehr interessanten Anfang (auch wenn sein Anliegen ein anderes war) hat der Kollege Kai Roos bei google docs gemacht:


https://docs.google.com/document/edit?id=1Knc4PWBXsSuJGOLBNR23DtU-Abt0xjC7YG3VwW7B4x0&hl=de&authkey=CK-B1OoH#

Leider haben nur sehr wenige Kollegen die Seite ergänzt, was sehr schade ist, denn es wäre wirklich interessant zu lesen welche Erfahrungen Kollegen, auch anderer Schularten, haben.


Vielleicht gibt es ja noch mehr Seiten oder Blogs dieser Art und ich habe sie nicht gefunden. Vielleicht fühlt sich ja auch jemand angesprochen und in der Lage ein Austauschorgan für Praktiker ins Leben zu rufen oder Ideen dazu zu liefern. Wäre toll davon zu hören!

Wahrscheinlich ist das hier nicht der richtige Ort für ein solches Anliegen. Aber es kann ja sein, dass jemand diesen Post liest, sich angesprochen fühlt und die Idee weiterträgt.

Auswertung von "Eine Konifere auf diesem Gebiet"

Wie versprochen habe ich mir die "Verbesserungen" meiner Schüler angesehen und ausgewertet. Es war recht interessant. Schon beim Ausfüllen beschwerten sich viele SchülerInnen, dass sie keine Fehler sähen. Aber das legte sich schnell und es wurden doch einige sprachliche Missgriffe erkannt. Gut gefunden wurden die Redensarten bis auf den "Schlitz", der einfach überlesen wurde. Wir hatten uns in dem vergangenen Schuljahr ausführlich mit denselben beschäftigt. Nicht ganz so erfolgreich war das intensive Besprechen und Üben der Fremdwörter, aber da gibt es ja auch so viele und die wichtigsten wurden ja erkannt.

Koniferen auf diesem Gebiet???

Dankenswerterweise wurde der folgende Artikel von ixsi getweetet:

Eine Konifere auf seinem Gebiet

28.05.2009 | 18:04 | ERICH KOCINA (Die Presse)

Bevor mir die Emulsionen hochgingen, beschloss ich, mich an den Kiemen zu reißen.

Gelegentlich ist das Schreiben einer Kommune eine regelrechte Syphilisarbeit. Umso schöner ist es, einer Konifere auf diesem Gebiet zu begegnen. Und da gibt es schon einige, die mir ziemlich imprägnieren. Erst unlängst saß ich mit einer solchen bei einem Kartoffelcretin zusammen und wir plauderten ein wenig über das sinkende Nivea mancher Texte. Als mein Gesprächspartner allerdings begann, auch über mich zu lästern, fühlte ich mich ein wenig auf den Schlitz getreten. Aber ich beschloss, ruhig zu bleiben, schließlich lasse ich mich von unbedarften Aussagen sicherlich nicht produzieren. Er ließ aber nicht locker und stichelte weiter. Irgendwann reichte es mir, denn so manche Meldung meines Gegenübers war ein glatter Schlag unter die Gürteltiere. „Das verbiete ich mir“, sagte ich, „denn das ist doch keine konjunktive Kritik mehr“.

Schulsituation in Deutschland

Im ZDF gab es heute über Facebook (siehe Twitter-Link) anlässlich des Hamburger Volksentscheids eine interaktive Grafik zur Schulsituation in Deutschland. Habe drei Screenshots geschossen und möchte sie hier hereinstellen als Anregung zum Nachdenken.

Googles Bemühungen um die Schulen

Viel von Google nutze ich privat und auch einiges mit meinen Schülern, z. B. Google Sites, aber das alles muss man sich genau ansehen.

Brief schreiben

ist altmodisch, ich weiß. Aber es soll vorkommen, dass man doch mal die Schneckenpost bemühen muss. Deshalb erlernen unsere Schüler in "KtB" (Kommunikationstechnischer Bereich) oder neu "Wirtschaft" das Briefeschreiben in allen Variationen. Man unterscheidet den Privatbrief (brauchbar für eine Bewerbung) und den Geschäftsbrief (brauchbar nach erfolgreicher Bewerbung um einen Bürojob), den es auch noch z. B. als Serienbrief gibt (siehe eigener Post). Für beide gelten die DIN-Regeln, deren Kenntnis in der Abschlussprüfung verlangt wird, aber oft nur lückenhaft vorhanden ist. Sicher gibt es auch ältere und lebenserfahrene Menschen, die vielleicht wieder mal einen "normgerechten" Brief schreiben müssen und die Regeln aus dem Gedächtnis verdrängt haben (siehe Schüler), deshalb hier meine beiden Präsentationen zum Thema: